James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011

2.th BERLIN BLOOM'S-DAY

Der 2.nd Berlin Bloom´s-Day findet natürlich wieder am 16.6.2002 statt. Um 11.11h beginnt der Tag mit dem Eintreffen der Milchfrau, die im ersten Kapitel Stephen Deadalus das nichtvorhandene Geld aus der Tasche ziehen will.

Programm

"... Was mich anbetrifft, ich schreibe immer über Dublin, denn wenn ich zum Herzen von Dublin vordringen kann, kann ich zum Herzen aller Städte der Welt vordringen." J.J. Herzlich Willkommen James Joyce!

11.11 - 12.45 UHR
BEGRÜSSUNG Julia Lindig und Inga Dietrich

anschließend Lesung:
KAPITEL I
MARTELLO TOWER Inga Dietrich und Timo Sturm

12.45 - 13.15 UHR
Diavortrag
JAMES UND NORA JOYCE Regine Reinhard

13.15 - 15.15 UHR
KAPITEL V
BEERDIGUNG Inga Dietrich und Timo Sturm

15.20 - 16.00 UHR
Galerie STRANDWANDERUNG Gabrielle Scharnitzky als Stephen Dedalus

Kathrin Balo (Sopran) singt aus der Oper "Martha" von Flotow
Anja Daniela Wagner (Mezzosopran) singt das Requiem von Verdi
am Piano: Albena Börger

16.00 - 17.00 UHR
im Foyer: aus dem PENELOPE-KAPITEL
Uta Bonz / Stefanie Bergis / Cecilia Pillado spielt das Klaviersolo "Gibraltar" von Joaquin Turina und singt einen Júrame Bolero von Maria Gerver. Eva Ebner spricht den Endmonolog der Molly Bloom.

17.00 - 19.00 UHR
ZYKLOPEN-KAPITEL / ANTISEMITISMUS 1904
Gerda Müller, Uta Bonz, Stefanie Bergis, Inga Dietrich, Stephan Wilke, Bernd Ludwig, Johannes Hupka, Dominik Bender, Heinrich Rolfing, Georg Veitl, Heiko Fischer, Jörn Burmester, Timo Sturm, Matthias Zelic, Thomas Chemnitz

Im Rahmenprogramm zu sehen:
SONGS FROM „ULYSSES“ Viola Livera und Dörthe Freund

Bardo Henning auf dem Akkordeon

Thomas Wedel
Vertonung von Joyce Gedichten

Heinrich Rolfing performt aus der „NAUSIKAA“

IRISH MUSIC by Eddie Smyth / Marty Byrne

Fotogalerie Impressionen James Joyce ein digitaler Spaziergang

19.45 - 20.45 UHR
Galerie NAUSIKAA KAPITEL
Bernd Ludwig / am Piano: Manfred Zech

20.45 - 21.45 UHR
die Dubliner FIRBREAGA’S spielen aus dem SIRENEN-KAPITELAaron Binchy, Sancho Gallilei, Edward Bressan, Niall Nolan, Danis Rose

21.00 - 21.45 UHR
IRISH MUSIC Eddie Smyth und Marty Byrne spielen irische Balladen
und laden zum Tanz!

Künstler

Inga Dietrich, Kim Rosegger, Timo Sturm, Eva Ebner, Anja B. Kaul, Heinrich Rolfing, Heiko Fischer, Viola Livera, Andrea Kurmann, Kathleen Galego Zapata u.v.a

Bilder

Hintergrundnotizen

Bis Ende 2004 lesen zwei Schauspieler aus dem "Ulysses"Von Guido SchirmeyerWer einen Schauspieler sucht, kann die Recherche vom heimischen PC mit der neuen "actorscut.com"-Suchmaschine starten. Ein Klick auf das gewünschte Gesicht öffnet eine Sedkarte mit Bildern, Daten und Kontaktmöglichkeiten. Anbieterin der Internetagentur ist die Schöneberger Schauspielerin Julia Lindig, die in Tom Tykwers "Lola rennt" mitgespielt hat und zurzeit als Hauptdarstellerin für die ZDF-Reihe "Das kleine Fernsehspiel" vor der Kamera steht. Damit noch etwas mehr kulturelles Leben in die rotgetünchte Computer-Bude nahe dem Kleistpark kommt, lädt die an der Charlottenburger Multimedia-Schmiede "cimdata" geschulte Schauspielerin Julia Lindig nicht nur monatlich Akteure, Caster und Regisseure zum Dialog ein, sondern lässt die beiden Schauspieler Inga Dietrich und Timo Sturm deren Lieblingsbuch lesen: Bis Ende 2004 trägt das Duo jeden ersten Freitag eines Monats Kapitel für Kapitel aus dem über tausend Seiten langen "Ulysses" von James Joyce vor.

Mit dem "Ulysses" bietet Julia Lindig sozusagen die Bibel der modernen Literatur. Bei Whisky und anderen vermeintlich passenden Köstlichkeiten lauscht ein wachsender Kreis von Stammhörern dem Text, der, so Timo Sturm , erst durch "die Tongebung verständlich wird". Die Angst vor "Ulysses" möchte Vorleserin Inga Dietrich den Besuchern nehmen, schließlich soll es ja Leser geben, die mit dem über 1000 Seiten starken Roman, den Joyce von 1914 bis 1921 in Triest, Zürich und Paris geschrieben hat, ihre Schwierigkeiten haben, trotz der viel gelobten deutschen Übersetzung von Hans Wollschläger.

Carola Giedion-Welcker notierte zum "Ulysses": "Hat man je bisher in der Literatur einen derart totalen Aspekt eines Menschen dem Leser vorgesetzt? Wohl kaum. Mr. Bloom, Annoncenacquisiteur an einer Dubliner Zeitung, wird während neunzehn Stunden, in denen er agierend, laut denkend oder mit seinen Mitmenschen verhandelnd an uns vorbeizieht, psychisch oder physisch in einer Weise durchleuchtet, dass nicht nur seine unbedeutendsten Taten, sondern vor allem sein innerstes Wesen bis in die kleinsten Einzelheiten vor uns ausgebreitet werden..."

Bloom (=Ulysses) kehrt dann schließlich und endlich in das Ehebett seiner treulosen Molly (=Penelope) zurück. 42 Seiten ohne Punkt und Komma sind ihr gewidmet. Mit diesem berühmten inneren Monolog der Molly Bloom, einem ungehemmten Dahinfließen einer weiblichen Psyche, endet das Buch von James Joyce.