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Treffpunkt Tacheles Berliner James-Joyce-Fans feiern an insgesamt drei Tagen den so genannten "Bloomsday" im Kunst- und Kulturhaus Tacheles in Mitte. 1922 veröffentlichte der irische Schriftsteller James Joyce den Roman "Ulysses". Darin schildert er auf mehr als 1000 Seiten einen einzigen Tag im Leben der Romanfigur Leopold Bloom. Der 16. Juni 1904, der Tag, an dem die Erzählung spielt, wird seit Erscheinen des Buches jedes Jahr weltweit von zahlreichen James-Joyce-Begeisterten zelebriert. In Dublin etwa besuchen Fans an diesem Tag die im Roman beschriebenen Plätze, vor allem die Kneipen. In Berlin laden zur 100. Wiederkehr dieses Tages Schauspieler ins Tacheles zu einer fiktiven Reise nach Dublin ein. 15 Darsteller setzen unter der Leitung von Regisseurin Anna Zimmer das "Circe"-Kapitel in Szene. Es schildert Blooms Besuch in Bellas Bordell. Premiere war gestern, Aufführungen gibt es noch morgen und am Sonnabend. Besucher Das Spektakel lockt zahlreiche "Joycianer", darunter literatur- und theaterbegeisterte Studenten. Der goldene Saal des Tacheles bietet 120 Zuschauern Platz. Besonderheit Im Anschluss an die Aufführungen wird im Tacheles gefeiert - mit Guinness-Bier, Irish Stew (Lammfleisch und Gemüse) und irischer Musik. Promifaktor Der Roman "Ulysses" von James Joyce inspirierte Drehbuchautoren in Hollywood und auch Regisseure. So spielte Gene Wilder eine Figur namens Leo Bloom in Mel Brooks "The Producers" ("Frühling für Hitler"). |