James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
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James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011
James Joyce in Berlin Bloomsday 2011

Geschichte

Julia Lindig, der nach sehr vielen Rollen in zahlreichen Ländern und Ensembles die Molly Bloom angeboten wurde – in Lissabon. Sonne und Meer und dennoch ein „Desaster“, wie sie damals dachte, denn „da kam ein Stoff daher, ein Text ohne Punkt und Komma, ein Text, der aus reiner Sehnsucht bestand, ohne die Sehnsucht zu benennen, ein Text, den man nicht spielen kann, ohne ER zu sein. Sonne und Meer, aber nichts zu verstehen.“

Wie immer treibt einen das Leben weiter, durch die Straßen, die Arbeit, die Menschen, manches tritt in den Hintergrund. Julia Lindig hatte inzwischen 1999 eine Internetagentur gegründet und die größte offene Datenbank für Schauspieler ins Netz gestellt, stumme Bites und Bytes wurden die Hauptspur in ihrem Leben. Doch schon ein Jahr später wurden die alten Fragen aus Lissabon wieder vernehmbar. Zwischen Rechnern entstand ein Literarischer Salon, in dem seitdem an jedem ersten Freitag im Monat Schauspieler lesen: Als erstes Werk suchte sie sich den Ulysses aus und die Schauspieler Inga Dietrich und Timo Sturmlasen es von der ersten bis zur letzten Seite.

2001 wollte der Schauspieler Timo Sturm dann feiern – natürlich den Bloomsday und natürlich am 16. Juni. Der 1. Berliner Bloomsday wurde „intuitiv, demütig wie alle guten Dinge im Leben“ – so Julia Lindig – vorbereitet. Seitdem gibt es eine begeisterte Gruppe von Schauspielern und Künstlern, die sich in jedem Frühjahr diesem Tag verschreiben, mit zunehmendem Wissen, mit Offenheit und Risikofreude.

Die angefragten Schauspieler, Musiker, Sänger und Tänzer waren spontan genug, um das Abenteuer eines sehr lebendigen Literaturfestes mit Stew and Stout mitzugestalten und sowohl Guinness UDV als auch das Goethe Institut Berlin stiegen als erste Sponsoren und tatkräftige Partner mit ins Boot und sorgten für den nötigen Background. MIM in Hamburg sponsorte 200 Präsentationen täglich auf den Videoleinwänden am Kudamm und Alexanderplatz und das Hotel Bogota lud die fünf irischen Gäste für eine ganze Woche in ihr Haus. Große Unterstützung gab es von Alexander Manasse, der das gesamte Production Design übernahm und sich künstlerisch beteiligte.

Der Bloomsday, der weltweit gefeiert wird. New York, Paris, London, Zürich und jetzt endlich auch in Berlin.

Der Wasserturm in der Fidicinstrasse wurde in den „original“ Martello Tower verwandelt, der Filmausstatter Alexander Manasse (Lola rennt) beschrieb unzählige Rollen Packpapier mit Texten des Romans in der Handschrift James Joyce´s, der Turm gestaltete sich in ein lebendes Buch und eine Tradition hielt Einzug!